08. März 2021

Strategie für die Dorfentwicklung mitbestimmen

Planer haben Vorschläge für Handlungsfelder und Entwicklungsziele erarbeitet

Seit Sommer 2020 befinden sich Dissen aTW und Bad Rothenfelde als Dorfregion im Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen. 2021 soll der Dorfentwicklungsplan fertiggestellt werden, der dann für die nächsten ca. acht Jahre als Regiebuch wichtige Impulse für die Zukunft der Dörfer geben soll. Zentrale Elemente des Dorfentwicklungsplanes sind u.a. Handlungsfelder und Entwicklungsziele, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Am 23. März 2021 sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an einem digitalen Arbeitstreffen zu beteiligen, um über den Vorschlag des Planungsbüros zu beraten und ihn ggf. zu ergänzen.

Ein digitales Arbeitstreffen? Alle Beteiligten wie Planer, Kommunen und das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Osnabrück hatten gehofft, in der Bürgerbeteiligung – ein fester Bestandteil jeder Dorfentwicklung – Anfang 2021 mit Präsenzveranstaltungen durchstarten zu können. Die allgemeine Entwicklung der Corona-Pandemie lässt dies jedoch aktuell noch nicht zu. Daher ist es gut, dass die Dorfregion von Anfang an mit der Internetplattform diro.pro-dorfentwicklung.de eine kommunikative digitale „Drehscheibe“ der Dorfentwicklung eingeführt hat.

Die andauernden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie beeinflussen den angedachten Zeitplan zur Erarbeitung des Dorfentwicklungsplanes. Um den Bürgerbeteiligungsprozess mit Präsenzveranstaltungen sicherzustellen, wird sich der Prozess um einige Monate verlängern. Dieses hat aber keinerlei Auswirkungen auf die sich anschließende Umsetzungsphase der Dorfentwicklung. Die Umsetzungsphase der Dorfentwicklung für die Durchführung von Projekten wird durch die Verlängerung der Planungsphase nicht gekürzt!

Die Bürgerbeteiligung bleibt im Fokus der Dorfentwicklung: Daher soll, trotz der noch einschränkenden Lage, der Beteiligungsprozess im ersten Schritt digital und dann auch bald persönlich fortgeführt werden.

Am 23. März 2021 startet um 18:00 Uhr ein digitales Arbeitstreffen der Dorfregion. Im Mittelpunkt steht der Entwurf der Strategie für die Dorfentwicklung. Die Strategie bildet das Dach der Dorfentwicklung und zeigt mit seinen Handlungsfeldern und Entwicklungszielen auf, wohin sich die Dorfregion in den nächsten Jahren entwickeln will. Die erste Basisstrategie (mit den Handlungsfeldern und Entwicklungszielen), die sich aus den vorliegenden Planungen und Konzepten/Masterplänen der Kommunen, der Projektideen der Einwohner*innen sowie der Online-Befragung „Du für Dissen“ abgeleitet wurde, finden Interessierte auf der Seite https://diro.pro-dorfentwicklung.de/strategie.html

Je nach Anmeldezahlen werden die Handlungsfelder gemeinsam oder in einzelnen Arbeitsgruppen beraten sowie die Visionen für die Dorfregion verifiziert. Auf der Grundlage der neugewonnenen Erkenntnisse wird die Basisstrategie danach zur endgültigen Strategie für den Dorfentwicklungsplan der Dorfregion ausgearbeitet.

Das digitale Treffen am 23.03.2021 wird als Zoom-Konferenz durchgeführt. Anmeldungen nimmt Olga Neufeldt (Tel: 0591/96 49 43-30 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bis zum 19. März 2021 entgegen. Bei der Anmeldung sollte angegeben werden, für welches der fünf Handlungsfelder Interesse besteht (siehe Grafik).

Infos zu den Startprojekten

Die Startprojekte werden bei diesem Treffen noch nicht behandelt. Die Steuerungsgruppe der Dorfentwicklung, besetzt mit politischen und kommunalen Vertretern, hat sich Mitte Februar 2021  in einem Zoom-Meeting getroffen und gemeinsam mit dem Amt für regionale Landesentwicklung und den Planern die von den Einwohner*innen höchst gewichteten Maßnahmen auf Förderfähigkeit über die Dorfentwicklung geprüft. In den nächsten Wochen werden diese Startprojekte über Videos auf der Seite https://diro.pro-dorfentwicklung.de vorgestellt. Zu den vorgestellten Startprojekten können danach digital auf der Plattform Kommentare und Anregungen abgegeben werden, die in die weitere Bearbeitung einfließen.

Sobald die Infektionslage es zulässt, werden in Präsenzveranstaltungen die Maßnahmen gemeinsam mit den Einwohner*innen vor Ort ausgearbeitet.